Donaudelta – Naturfotografie im Biosphären-Reservat

Donaudelta – Naturfotografie im Biosphären-Reservat

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Viele verschiedene Vögel, Wasserschlangen, Wildpferde, kleine Füchse, Ziesel und eine unglaublich artenreiche Natur haben wir bei unserer Reise ins Donaudelta gesehen. Wenn du Lust auf eine Naturreise hast, bist du in Rumänien (noch) richtig.

Das Donaudelta

Unmengen von Fotos haben uns zu unserer Naturreise ins Donaudelta motiviert. Doch die endlose Weite, die großen Wasserstraßen und die engen, teilweise verwachsenen Wasserwege haben mich doch überrascht. Nur schwer lässt sich das riesige Weltnaturerbe auf einem Foto darstellen.

5.800 km2 passen nicht gut aufs Bild. 🤭 Damit ist es das zweitgrößte Delta Europas. Der Mündungsbereich der Donau zum schwarzen Meer liegt zum großen Teil in Rumänien und grenzt im Norden an die Ukraine. Zahlreiche Vögel, Fische und andere Tiere leben in der zum Großteil unberührten Natur. 2.000 verpflichteten sich Rumänien, Bulgarien, Moldawien und die Ukraine in einer Deklaration, diese Naturparadies zu schützen und wo es erforderlich ist, zu renaturieren. Das ist wirklich sehr gut gelungen.

Vogelparadies und Biosphärenreservat Donaudelta

Das Biosphärenreservat Donaudelta

Ein wesentlicher Teil eines Biosphärenreservats ist, dass die Menschen im Einklang mit der Natur leben. Naturschutz und die Anpassung des Menschen an die Natur stehen im Mittelpunkt. Deshalb findest du hier keine großen Hotelburgen, Souvenirshops oder Badestrände mit zahlreichen Sonnenschirmen. Die Dörfer, die wir gesehen haben, sind bescheiden. Die Einkaufsmöglichkeiten zum Großteil nicht vorhanden. Die Menschen leben hauptsächlich vom Fischfang und dem, was sie selbst anbauen. Die Zeit scheint hier stillzustehen. Die Natur kann sich hier entfalten und sich von ihrer schönsten Seite zeigen.

Biosphärenreservat Donaudelta
Biosphärenreservat Donaudelta – hier passt dich der Mensch an die Natur an.

Gefühlt würde ich sagen, dass hier landesweit noch viel mehr im Einklang mit der Natur gelebt wird, als bei uns. Bei unserer Fahrt von Bukarest zum Donaudelta und von dort in die Karpaten sind an viele verschiedene rumänischen Landschaften und Dörfern vorbeigefahren. Oft ist es sicher nicht Absicht, die Natur zu schützen. Sondern es ist lang gelebte Tradition und liegt am noch niedrigeren Wohlstand, dass es hier noch Artenvielfalt gibt und die Menschen die Natur noch weniger ausbeuten.

Anreise

Wir haben unsere Fotoreise ins Donaudelta bei Livetravel gebucht. Für diese Agentur haben wir uns entschieden, weil die Reisegruppe mit 6 Personen inkl. Reiseleitung sehr angenehm ist. Zum ersten Mal waren Robert und ich mit meiner Schwester und ihrem Mann unterwegs. 🥰

Fotografieren im Donaudelta © Eva Bergen
Danke Eva Bergen für das Familienfoto beim Ziesel fotografieren. 😊

Gemeinsam sind wir Anfang Mai von Wien nach Bukarest geflogen. Ursprünglich haben wir überlegt, mit einem Auto zu fahren, das wäre auf jeden Fall klimafreundlicher. Doch die Fahrt dauert mehr als 9 Stunden. Und nachdem wir uns entschieden haben, das Donaudelta mit den Braunbären in den Karpaten zu verbinden, war der Flug die einzige Option.

Schon am Flughafen haben wir unsere Reiseleitung Eva Bergen getroffen, die sich im Donaudelta und in den Karpaten sehr fürsorglich um unser Wohlergehen gekümmert hat.

In Bukarest wurden wir mit einem Kleinbus abgeholt, der uns nach Tulcea – zum Tor des Donaudeltas – brachte. Während der vierstündigen Fahrt haben wir zahlreiche Rapsfelder gesehen. Vor dem strahlend blauen Himmel waren sie wunderschön anzusehen. Später haben wir erfahren, dass in Rumänien so viel Raps angebaut wird, weil er von der EU besonders gefördert wird, um Biodiesel produzieren zu können

Rapsfeld in Rumänien
Schön anzusehen – aber Biodiesel statt Lebensmittel? 🤔

Für die Landwirte und die Leute, die von der Landwirtschaft leben, ist das kurzfristig etwas mehr Geld. Aber auf den wertvollen Böden würden jede Menge Lebensmittel gut wachsen und viele Menschen mit Nahrung versorgen. So wird die zum Großteil noch intakte Landwirtschaft durch Förderungen dauerhaft zerstört. 🥺 So wie wir das auch von zu Hause kennen.

Dass die Artenvielfalt in Rumänien noch wesentlich größer ist als bei uns, haben wir an den Fensterscheiben gesehen. 😲 So viele Insekten an der Windschutzscheibe habe ich seit meiner Kindheit nicht mehr gesehen.

Mila 23

In Tulcea wurden wir bereits von unserem Naturguide Marius abgeholt. Mit dem Boot ging es sehr flotte 1,5 Stunden nach Mila 23 – unserer Station für die nächsten fünf Tage. Untergebracht waren wir im Fisherman’s House. Wir wurden gleich mit einem großartigen Abendessen empfangen.

Casa Pesarului - Fishermans House in Mila 23
unser Heimathafen für die nächsten Tage.

Casa Pescarului – Fisherman’s House – ist eine sehr angenehme Pension mit köstlichem Essen. Für alle war mehr als genug dabei. Wobei vor allem die unterschiedlichen Fische in köstlichen Variationen am besten angekommen sind. Der Herr des Hauses fängt diese selbst. 😋 Auch als Vegetarier:in kannst du hier gut satt werden.

unser Zimmer in Casa Pescarului, Mila 23
unser Zimmer in Casa Pescarului, Mila 23
unser Zimmer in Casa Pescarului, Mila 23

Einmal haben wir unsere Mittagspause für einen kleinen Spaziergang auf Mila 23 genutzt. Das Fischerdorf ist überschaubar. Dennoch gab es ein Lokal neben dem anderen – im Mai waren diese allerdings großteils geschlossen. Zumindest unter der Woche. Am Wochenende und in den Sommermonaten werden hier wohl Einheimische und Touristen die Natur und die wunderbare Landschaft des Donaudeltas genießen.

Mila 23 im Donaudelta

Mila 23 – die 23. Meile des Sulina-Kanals im Donaudelta (gemessen von der Flußmündung). Daher kommt der Name. Die Insel ist nur mit dem Schiff oder Boot erreichbar. Für die nicht einmal 500 Einwohner:innen eine große Herausforderung, vor allem im Winter. Viele Russen sind nach Mila 23 geflüchtet. Vor allem Lipowaner – altgläubige orthodoxe Christen – haben sich hier niedergelassen. Die Häuser auf der Insel sind zum Großteil aus natürliche Materialien gebaut und in den Farben der Lipowaner – Blau / Weiß bemalt. Manche behaupten, dass die Farben die Nähe zu Gott darstellen. Andere meinen, dass sie vor allem die Moskitos abwehren, die den typischen Blauton nicht mögen.

Ausflug nach Letea

Weil es wettertechnisch der schönste Tag der Woche werden sollte, waren wir gleich am ersten Tag unseres Fotoreise ausnahmsweise den ganzen Tag unterwegs. Letea war unser Ziel und die Fahrt dorthin dauert etwas länger – vor allem mit Fotostopps.

Für das Frühstück haben wir ein sehr üppiges Proviantpaket mitbekommen. Zuerst waren wir einige Zeit mit dem Boot unterwegs. Auf Letea ging es ein Stück mit dem Auto weiter. Limikolen fotografieren stand am Programm.

Zwergstrandläufer Donaudelta

Wir bekamen alle unser eigenes Tarnzelt und dann hieß es abwarten. Für mich war es das erste Mal, dass ich im Zelt auf mein Fotomotiv gewartet habe. Normalerweise bin ich lieber achtsam in der Natur unterwegs und lasse mich überraschen, was ich entdecke.

Pelikane im Donaudelta
Meine ersten Pelikane 🥰 habe ich aus dem Tarnzelt beobachtet. Die Flugformationen sind oft sehr interessant – fast wie bei einer Flugshow.

Nach mehr als 2 Stunden warten und frühstücken war die Ausbeute nicht sehr groß und wir beschlossen noch ein bisschen über das Gelände zu marschieren. Dabei haben wir dann doch den einen oder anderen Vogel entdeckt. Und vor allem ein paar Wildpferde. 🤩

Letea im Donaudelta, Rumänien
Die Menschen leben hier im Einklang mit der Natur. Die Schafe sorgen dafür, dass die Flächen für die Wasservögel nicht verbuschen.

Weiter ging unsere Reise mit dem Boot.

Letea Dorf

Zuerst wurden wir von einer hier lebenden Familie köstlich bekocht. Zur Vorspeise gab es eine köstliche Fischsuppe, anschließend Fisch mit Kartoffeln und zum Dessert Gogosi. Das sind sehr süße Krapfen. Alles hat hervorragend geschmeckt.

So gestärkt machten wir einen Spaziergang durch das Dorf und über die Insel. Viele Leute leben hier nicht mehr. Es ist, als wäre die Zeit stehen geblieben. Besiedelt wurde die Insel von russischen Flüchtlingen, schon während der Herrschaft von Katharina der Großen.

In Letea gibt es kein einziges Geschäft. 😮 Die Leute leben vom Fischfang und dem, was in ihren Gärten wächst. Sie leben noch mit der Natur und wahrscheinlich mehr Bio, als wir das mit den besten Absichten machen. Die Wiesen sind artenreich. Der perfekte Lebensraum für Insekten und Vögel. Eigentlich ein perfekter Platz für alle, die zurück zur Natur wollen. Häuser sind hier günstig zu haben. Für die Jugend gibt es allerdings keine Perspektiven – sie bleiben nicht im Dorf.

Nach unserem Ausflug in eine vielleicht bessere und gesündere – aber für uns unvorstellbare – Vergangenheit machten wir uns auf den Rückweg. Wobei der im Donaudelta durch die unterschiedlichsten Wasserarme führt.

Aufgrund des ungewöhnlich kühlen Wetters im April sind die Zugvögel erst im Kommen. Eine Pelikan-Kolonie ist allerdings schon da. Die haben wir ausgiebig fotografiert. Pelikane sind faszinierend und sie zu beobachten ist oft sehr witzig. 🤭 Vor allem, wenn sie abfliegen oder landen. Das sieht meist sehr tollpatschig aus.

Kolonie Rosapelikan im Donaudelta

Einer unserer Guides hat die Kolonie mit einer Drohne fotografiert. Wären sicher schöne Fotos – wir haben es nie erfahren, weil einer der Pelikane gegen die Drohne geflogen und diese ins Wasser gefallen ist. 🙈 Das ist natürlich schade um die Drohne. Doch es zeigt auch, dass wir die Natur mehr respektieren und besser auf das eine oder andere Foto verzichten.

Den Sonnenuntergang haben wir heute ausgelassen. Es war doch ein langer Tag, der mit zahlreichen einheimischen Spezialitäten beim Abendessen geendet hat.

4 Tage Naturfotografie

Die nächsten Tage war die Natur im Mittelpunkt. Morgens und am späten Nachmittag sind wir mit dem Boot durchs Donaudelta gefahren und haben fotografiert, was unseren Weg kreuzte. Manchmal waren wir auf der Suche nach einem bestimmten Vogel. Nachdem ich keine Liste habe, was ich alles fotografieren muss, ist das für mich nicht wichtig. Ich freue mich über das, was sich gerade ergibt, Doch auch auf der Suche sind uns jede Menge andere Vögel begegnet.

Ziesel fotografieren in der Dobrudscha macht wirklich Spaß – vor der Kamera und dahinter. 😆

Wir waren Anfang Mai im Delta. Sonnenaufgang ist da um kurz vor 6:00 Uhr morgens Ortszeit. Das ist 5:00 Uhr! nach unserer Zeit. Um zum Sonnenaufgang an den schönen Fotoplätzen zu sein, war meistens vor 4:00 Uhr Österreich-Zeit Tagwache. 😬 Zwischen 9:00 Uhr und 09:30 Uhr kamen wir zum Frühstück zurück in die Pension. Dann blieb uns genug Zeit für Duschen, Nachschlafen, Mittagessen, Fotos sichten oder einen Bummel über die kleine Insel. Zwischen 15:00 und 15:30 Uhr ging’s wieder mit dem Boot los. Vom nachmittäglichen Fotoausflug sind wir nach Sonnenuntergang – also ca. um 19:30 / 20.00 Uhr zurückgekommen. Da gab’s dann noch Abendessen und schnell schlafen.

Auch wenn du im Donaudelta hauptsächlich am Wasser unterwegs bist – die Landschaft ist sehr unterschiedlich und die Vogelwelt vielfältig.

Das heißt, also ungefähr 6 Stunden Naturfotografie täglich! Das macht ca. 1.000 Fotos, die noch übrig sind (inkl. Videos). Keine Sorge, die zeige ich dir jetzt nicht alle. Viele sind doppelt oder nur andere Ansichten. Ich tu mir mit dem Aussortieren immer sehr schwer. Insgesamt habe ich in 10 Tagen mehr als 9.000 Fotos mit der Nikon gemacht, inkl. der Bärenfotos in den Karpaten. Mit der Serienbildfunktion kommt da schon einiges zusammen. 🙃 Du solltest auf jeden Fall genug Speicherkarten mitnehmen.

Wasserspiegelung im Donaudelta Rumänien
Die Natur malt im Donaudelta die schönsten Gemälde ins Wasser. 😊

Die Tiere im Donaudelta

Bekannt ist das Weltnaturerbe für seine vielfältige Vogelwelt. Mehr als 300 Arten sind hier zuhause oder legen während ihrer Durchreise einen Zwischenstopp ein. Vor allem Pelikane und die unterschiedlichen Reiherarten bringen Vogelfans ins Delta. Durch das nasse und kühle Wetter im April haben wir etwas weniger Vögel gesehen, als um diese Zeit vielleicht üblich. Wie bei einer Safari halten sich die Tiere bevorzugt am Wasser auf. Wenn es viel Wasser gibt, verteilen sie sich mehr. Dennoch haben wir sehr viele verschiedene Vogelarten gesehen. Weil diese für den Beitrag einfach zu viel gewesen wären, folgt ein eigener Blogbeitrag zur Vogelwelt im Donaudelta. Verpass ihn nicht und melde dich für meinen Newsletter an.

Wasserfrosch im Donaudelta, Rumänien
Wasserfrösche gibt es teilweise sehr viele – laute. 🤭
Fischotter beim Frühstücken im Donaudelta
Fischotter beim Frühstücken – leider sehr weit weg.
Schlange im Donaudelta, Rumänien
Manchmal schwimmt eine Schlange vorbei.

Am Wasser hast du gute Chancen, die unterschiedlichsten Frösche zu entdecken. Im Frühling gibt das ein ziemliches Froschkonzert. Aber auch Reptilien wie Schlangen oder Schildkröten fühlen sich hier wohl. Nachdem es viel Fisch gibt, ist auch der Otter im Donaudelta zuhause.

Kälber im Donaudelta, Rumänien

Immer wieder haben wir kleinere Rinderherden entdeckt. Die Tiere haben vermutlich noch nie einen Stall gesehen und leben in freier Natur. Hier wird tatsächlich noch auf das Tierwohl geschaut.

Rinder im Donaudelta, Rumänien

Wildpferde

Auf Letea hatten wir das Glück, dass ein paar Wildpferde des Weges kamen. 🥰 Nach dem Zerfall der Sowjetunion konnten sich viele Landwirte den Erhalt ihrer Arbeitspferde nicht mehr leisten und haben diese sich selbst überlassen. Mittlerweile kümmern sich die Vier Pfoten darum, dass es den Tieren gut geht. Damit die Population nicht überhand nimmt und Teile des Biosphärenreservats zerstört, hat der Verein ein Geburtenkontrollprogramm eingeführt.

Wildpferde im Donaudelta, Rumänien

Dobrudscha

Viel zu schnell sind die Tage im Donaudelta vergangen. Doch unsere Fotoreise war noch nicht zu Ende. Ein Tag in der Dobrudscha zum Fotografieren von Bienenfressern und Blauracken stand noch am Programm. Die Blauracken waren noch nicht da, weil es ihnen zu kalt war. Dafür haben wir einen Ausflug nach Enisala gemacht und Ziesel fotografiert.

Enisala in der Dobrudscha, Rumänien

Ziesel bei Enisala

Erbaut wurde die ehemalige Burg im 13. / 14. Jahrhundert auf einem Kalksteinfelsen mit Blick auf die Schwarzmeerbucht. Heute ist nur mehr eine Ruine übrig. Was geblieben ist, ist der großartige Ausblick, den du von da oben hast.

Ausblick von Enisala in Rumänien

Die kleinen Ziesel haben wir auch zuhause schon öfter fotografiert. Aber noch nie habe ich die putzigen Tierchen in so einer artenreiche Kräuterwiese wie in Rumänien gesehen. Es ist einfach unglaublich, was da alles gerade wächst und blüht. Ein wahres Paradies für die Tiere und eine wunderschöne Location für Naturfotograf:innen.

Ziesel fotografieren in der Dobrudscha macht wirklich Spaß – vor der Kamera und dahinter. 😆

Bienenfresser in Dobrudscha

Bei den Bienenfressern hatten wir etwas mehr Glück als mit den Blauracken. Sie sind bereits ein paar Tage vor uns in der Dobrudscha angekommen. Das Fotografieren vom mobilen Hide war hier erfolgreicher. Ein Fan von Tarnzelten werde ich wohl dennoch nicht werden. Es schränkt mich beim Fotografieren zu sehr ein – vor allem, beim Fotografieren der Vögel im Flug. Doch das Wetter hat super mitgespielt und so sind doch ein paar nette Fotos entstanden. Sogar junge Füchse blitzten kurz aus ihrer Höhle.

Das Wetter im Donaudelta

Die Wettervorhersagen prognostizierten für Anfang Mai zwischen 16° und 19° Celsius. Tatsächlich waren wir dann eher bei den 16° Grad um die Mittagszeit. Morgens und abends war es deutlich kühler. Und am Boot fühlte sich das dann gleich noch viel kälter an.

Dass ich friere, ist normal – ich bin sehr erfroren. 🥶 Doch bei den Bootsfahrten war allen kalt. Obwohl wir doch einiges an warmer Kleidung dabei hatten. Eva hat uns schon vor der Reise geraten, viele warme Sachen mitzubringen. Teilweise hatte ich dann vier bis fünf Schichten an. Warm war mir trotzdem nicht.

In einem anderen Jahr kann der Mai schon perfekt sein, aber der Frühling 2023 war doch etwas kühler und nasser als üblich.

unterwegs im Donaudelta, Rumänien
Mit dem Wetter hatten wir Glück – es war fast jeden Tag schön. Nur ziemlich frisch, aber das sieht man auf den Fotos nicht. 🤭 Ein bisschen Wetterglück schadet bei keiner Naturreise.

Wann ist die beste Reisezeit ins Donaudelta?

Laut Reiseführer ist die beste Reisezeit für das Donaudelta von Mitte April bis Ende Oktober. Das hängt vor allem davon ab, was du sehen möchtest. Im Mai ist die Paarungszeit und es werden fleißig Nester gebaut. Im Juni / Juli kannst du die Aufzucht der Jungen beobachten. Nachdem ich es mir einteilen kann, sind Juli und August nicht meine Lieblingsmonate. Erstens sind da die Sonnenaufgänge noch früher und wenn es heiß ist, gibt es vor allem in den Abendstunden viele lästige Tierchen. Außerdem ist es im Sommer bei uns auch schön. Ab Mitte September verlassen die Zugvögel das Donaudelta.

Wenn du möglichst viel Natur erleben magst, ist die beste Reisezeit ins Donaudelta wahrscheinlich von Anfang Mai bis Ende Juni / Mitte Juli. Ein bisschen sollte der Wettergott schon mitspielen. Anfang Mai war es mir viel zu kalt am Boot. Aber eine Woche Regen im Juni wäre frustrierender gewesen.

Tipps und Antworten für deine Reise ins Donaudelta

  • Kleidung fürs Donaudelta
    Mit Zwiebellook bist du auf der sicheren Seite. Am Wasser ist es immer kühler, als an Land. Vor allem, auf den großen Wasserstraßen bist du mit dem Boot sehr schnell unterwegs. Eine warme Jacke (und mehr) wird dir sicher willkommen sein. Im Mai war ich froh über meine Handschuhe. Von der Agentur wurde uns vor allem dunkle, raschelfreie Kleidung empfohlen. Pack den Regenschutz ein – für dich und deine Kamera, das schadet auf keinen Fall.
  • Welche Fotoausrüstung für Vogelfotografie im Donaudelta?
    Wie bei der Safari war ich mit zwei Kamera-Gehäusen unterwegs. Das spart den ständigen Objektiv-Wechsel – für den oft nicht genug Zeit bleibt.Auf einer Kamera hatte ich mein Nikon 80-400 mm Objektiv. Damit bin ich auf der D500 gut zurechtgekommen. Die Vögel haben teilweise eine hohe Fluchtdistanz. Daher: je mehr Brennweite umso besser. Den Fröschen wiederum kommst du ziemlich nah – teilweise haben wir Videos mit dem Mobiltelefon gemacht. Für die Landschaftsfotos hatte ich das Nikon 16-85 mm auf der zweiten Kamera. Es war zwar nie richtig nass am Boot, aber eine wasserdichte Kameratasche kann dennoch nicht schaden. Bei hohem Tempo spritzt schon mal die Donau ins Boot. Im Donaudelta habe ich das Stativ nur beim Fotografieren im Hide gebraucht. Am Boot brauchst du es nicht.
  • Mit einem Fernglas siehst du manchmal mehr als mit der Kamera. Also pack es ein.
  • In meinem Fotorucksack habe ich immer eine Stirnlampe dabei. Nachdem es vor Sonnenaufgang los geht, kann die vielleicht nicht schaden.
  • Kann man im Donaudelta Urlaub machen?
    Du kannst sicher einfach ein Hotel im Donaudelta buchen, Sonne und Essen genießen und nichts tun. Ein oder zwei Spa-Hotels haben wir am Ufer entdeckt. Aber warum solltest du das in einem der schönsten Naturparadiese Europas tun?
  • Gibt es viele Mücken im Donaudelta?
    Anfang Mai war es den Mücken noch zu kalt. Sobald es wärmer wird, gibt es sehr viele davon. Tagsüber wirst du sie nicht bemerken. Aber sobald die Sonne untergeht, werden sie aktiv. Wie viele es sind, hängt sicher vom Wetter ab. Nach einem Hochwasser könnten die Mückenschwärme schon lästig werden.

Diese Mückenschwärme haben uns nichts gemacht. Im Sommer sind da möglicherweise weniger menschenfreundliche Exemplare unterwegs.

Wenn du eine Naturreise machen magst und gerne Vögel fotografierst, kann ich dir das Donaudelta auf jeden Fall empfehlen. Für mich war es sicher nicht die letzte Reise in das Naturparadies.

Donaudelta - Erfahrungen und Reisebericht

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