Fotoworkshop Frühlingserwachen in den Donauauen

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Fotoworkshop Frühlingserwachen in den letzten urigen Auwäldern Österreich – im Nationalpark Donauauen … las ich auf der Website naturfotoworkshop. Nachdem uns der Herbstworkshop gut gefallen hat, stand schnell fest, dass wir dabei sein wollen. Vom 12. – 14. Mai war es endlich soweit.

Treffpunkt war am Freitag bereits um 15:00 Uhr. Aus zeitlichen Gründen mussten wir den Freitag schwänzen. Was wir außer der Vorstellungsrunde und einigen Fototipps versäumt hatten, sahen wir am Sonntag bei der Bildbesprechung: einen interessanten Sonnenuntergang über der Donau, fotografiert vom Braunsberg.

 

13 Stunden Fotografieren im Nationalpark Donauauen

Am Samstag um 7:00 Uhr haben wir die Workshopleiter Franz Kovac und Herbert Köppel sowie die anderen Hobby-FotografInnen beim Nationalpark Camp Meierhof in Eckartsau getroffen. Insgesamt waren wir nur fünf Teilnehmer. Das lag sicher daran, dass am Sonntag Muttertag war.  Die Lebensgefährtin von Herbert, für uns schon eine liebe „alte Bekannte“, und Hündin Leica waren ebenfalls mit.

Bevor es los ging, wurden wir mit Rädern ausgestattet. Franz fuhr mit Anhänger und nahm unsere Stative mit. Los ging’s zum Damm und weiter nach Stopfenreuth. Geschätzte Google-Zeit: 23 Minuten. Fotografenzeit: ca. fünf Stunden 🙂 Der erste Stopp war kurz nachdem wir auf dem Damm waren, bei einem Osterluzeifalter. Franz hat den magischen Blick und findet Schmetterlinge beim Vorbeifahren! Osterluzeifalter fliegen nur von Ende März bis Anfang Juni. Da blüht die Osterluzei – die Futterpflanze der Raupen und Namensgeber für den Falter. Nachdem ich noch kein Foto von diesem schönen Falter hatte, startete der Tag für mich mit einem Highlight.

Wildorchideen und naturbelassene Donauausläufer lieferten weitere hübsche Motive. Meine Herausforderung war der Trauerspinner. Ein sehr aktiver Schmetterling, der kaum eine Sekunde still sitzen bleibt. Neben dem Fotografieren kam die Unterhaltung nicht zu kurz. Bei der Kaffeepause im Forsthaus Stopfenreuth hatten wir da ebenfalls reichlich Gelegenheit dazu. Nachdem unsere Botswana-Reise gebucht ist, waren die Erzählungen einer Teilnehmerin, die bereits dort war, besonders spannend für uns.

 

 

Frisch gestärkt ging es weiter

Wir machten uns auf den Rückweg. Unterwegs fuhren wir vom Damm ab und machten einen Abstecher in die Au. Mit dem Fotografieren von Bärlauch, Libellen, Landschaft und schönen Bäumen verging der Nachmittag wie im Flug. Während der Rückfahrt machten wir einen kurzen Fotostopp bei weißen Orchideen. Dabei habe ich das erste Mal eine Grille live gesehen  zu überhören sind die entzückenden Insekten mit dem R2D2-Kopf nie, nur zu finden sind sie sehr schwer.

Zurück im Nationalparkcamp war ich froh, das Rad wieder zurück geben zu können. Radfahren macht mir grundsätzlich Spaß. Ich bin allerdings lange nicht mehr gefahren und das merkt man dann beim Sitzen 😉

Unser Tag war noch nicht zu Ende. Mit dem Auto fuhren wir in die Nähe von Stopfenreuth. Zu Fuß ging es weiter zu einer idyllischen Wiese mit sehr schönem Baumbestand. Hier warteten wir leider vergeblich auf den stimmigen Sonnenuntergang.

Müde und hungrig fuhren wir nach Orth an der Donau. Im Gasthof Binder bekamen wir um 20:45 Uhr noch ein köstliches Abendessen. Wieder Zuhause hieß es schnell schlafen, denn die Nacht war kurz!

 

Um 6:00 Uhr trafen wir uns in Schönau um die Morgenstimmung auf Bild festzuhalten. Ich liebe die Stimmung am Morgen. Man kann mit allen Sinnen miterleben, wie die Natur erwacht. Das Vögel zwitscherten fröhlich. Die Sonne wärmte uns langsam und tauchte die Landschaft in wunderschönes Licht. Jeder Tautropfen spiegelte seine eigene Welt. Das unangenehme Gefühl des Weckers in der Früh war schnell vergessen. Nach ca. zwei Stunden war es heute vorbei mit Fotografieren. Gemeinsam frühstückten wir in Orth an der Donau bevor wir ins Nationalparkcamp fuhren.

 

 

Der entspanntere Teil des Fotoworkshops

Unsere Aufgabenstellung für heute: Fotos sichten, die 10 – 15 schönsten Bilder aussuchen, davon wieder 2 Bilder für den Druck auswählen. Und natürlich den Muttis zum Muttertag gratulieren – so viel Zeit muss sein.

Im überdachten Bereich des Nationalparkcamps konnten wir das schöne Wetter genießen und dabei unsere Bilder aussortieren. Wer Hilfe dabei brauchte, bekam diese von Herbert und Franz. Amüsante Unterhaltungsbeiträge von Franz inklusive 🙂

Es ist immer eine Herausforderung von einer Vielzahl Fotos die max. 15 besten auszuwählen. Vor allem von Schmetterlingen und Insekten mache ich meist Serienaufnahmen. Die Fotomenge, die an einem Tag zusammen kommt, ist ganz schön beachtlich. In absehbarer Zeit die besten 15 Fotos zu finden, geht mit Lightroom allerdings relativ einfach:

  • Zuerst blättere ich die Fotos rasch durch. Die schönsten markiere ich mit einem Stern. Erfahrungsgemäß sind das mehr als die vorgegebene Anzahl.
  • Im zweiten Durchgang wähle ich von ähnlichen Motiven das schönere. Wenn ich z. B. von einer Libelle 3 ähnliche Fotos in der Auswahl habe, suche ich mir das schönsten aus. Dieses bekommt zwei Sterne.
  • Habe ich mehr als 15 Fotos mit zwei Sternen, hole ich mir meistens Robert zu Hilfe. Gemeinsam reduzieren wir die Auswahl rasch oder wir haben eine spannende Diskussion 😉

 

Meine TOP 15 von diesem Fotoworkshop. Dieses Mal hat mir nur ein Foto für den Druck gefallen. Für den zweiten Druck habe ich mir eines von Robert ausgesucht. Von meinen Bildern wählte ich das weiße Helmknabenkraut. Online gefällt mir das Bild besser als gedruckt. Deshalb wird der Druck in unsere Sammelmappe wandern 🙂

 

Die Qual der Wahl

Viel schwieriger ist es für mich, Fotos für den Druck auszuwählen. Gedruckt sehen die Fotos anders aus. Robert druckt die Bilder, die wir Zuhause aufhängen, selbst. Deshalb weiß ich, dass da viele verschiedene Faktoren mitspielen. Natürlich braucht man dafür einen hochwertigen Drucker. Wie dein Foto auf Papier aussieht, hängt auch sehr von dessen Qualität ab. Es gibt unzählige verschiedene Varianten: von matt bis hochglänzend, von strukturiert bis ganz glatt, von hochweiß bis cremefarben … Das Druckprofil muss auf das Papier abgestimmt werden. Das Motiv muss in den Raum passen. Und dann braucht das Bild noch einen passenden Platz!

Nach ca. zwei Stunden hatten alle Teilnehmer ihre besten Bilder ausgesucht. Herbert und Franz bereiteten diese für den Drucker vor und schickten sie gleich los. Dennoch dauerte es noch eine Weile bis die fertigen Drucke auf dem Tisch lagen. Da war es gut, dass wir nicht so viele Teilnehmer waren 🙂

In der Zwischenzeit schauten wir uns von einigen Teilnehmern die TOP 15 an. Leider wollten nicht alle Teilnehmer ihre Bilder besprechen. Schade, denn für mich ist die Bildbesprechung immer der spannendste Teil des Workshops. Wir waren alle am gleichen Platz fotografieren, dennoch hatten wir völlig unterschiedliche Fotos.

Um 16:30 Uhr mussten wir leider los. Ein Fotoworkshop mit vielen Fotos, amüsanten Stunden und interessanten Gesprächen ist wieder viel zu schnell zu Ende gegangen.

 

Das Richtige für dich?

Einen Fotoworkshop im Nationalpark Donauauen kann ich dir empfehlen, wenn du

  • gerne fotografierst und / oder deine Fotokenntnisse verbessern willst.
  • mehr über den Nationalpark Donauauen wissen möchtest.
  • es magst, wenn du Fotomotive „serviert“ bekommst.
  • den Austausch mit Gleichgesinnten suchst.
  • auf ein unterhaltsames Wochenende mit deinem Hobby stehst.

Hast du schon einen Fotoworkshop besucht? Welchen? Was ist deine Motivation dafür?

 


naturfreundin

Natur inspiriert mich, entspannt mich, lässt mich staunen und macht immer wieder Spaß. Gerne teile ich meine Naturerlebnisse mit dir, gerne zu deinem bevorzugten Themenbereich: naturFOTO, naturGARTEN, (natur)REISEN & FROHnatur. Vielleicht möchtest du auch wissen, wer hinter der naturfreundin steckt?

2 Antworten

  1. Sissi Munz
    | Antworten

    Diese Fotos sind wunderbar. Macht wirklich Lust auf dieses schöne Gebiet. Lg

    • naturfreundin
      | Antworten

      Danke, liebe Sissi. Du solltest dir unbedingt einmal Zeit für den Nationalpark nehmen. Ich mag ihn im Frühling am liebsten, aber auch der Herbst und der Winter haben ihre Reize. Liebe Grüße, Andrea

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