FopaNet-Fotoparade 2019 in sechs Pärchen

with 5 Kommentare

Da ist sie endlich wieder: Die FopaNet-Fotoparade von Erkunde die Welt! Von den regelmäßigen TeilnehmerInnen wird diese Gelegenheit, die schönsten Fotos eines Jahres zu präsentieren sehnsüchtig erwartet.

Bei der letzten Fotoparade habe ich gerade das Firmenschild für meine neue Selbstständigkeit montiert. Mein erstes Geschäftsjahr ist echt gut gelaufen! Dafür bin ich wirklich sehr dankbar, nur das Fotografieren und auch unsere Reisen kamen heuer ein bisschen zu kurz.

Mein FopaNet-Jahr 2019

Bei unserem Reisejahr war irgendwie der Wurm drin: Unsere Kroatien-Rundreise ist im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Ich muss zwar nicht täglich Sonnenschein haben, aber Dauerregen macht keinen Spaß. Also sind wir nach drei Tagen wieder nach Hause gefahren. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wir holen die Reise bestimmt nach.

Das Wetter bei unserem nächsten Urlaub – Wandern in Schladming – war perfekt. Die Vorhersagen waren zwar ganz schlecht. Aber manchmal ist es echt gut, dass die Wetter-Apps nicht recht behalten. Wir hatten traumhaftes Wander-Wetter. Nicht zu heiß und nicht zu kalt. Reiteralm, Hauser-Kaibling, Rittisberg, Ursprungsalm, Gnadenalm – fast jeden Tag ging es auf einen anderen Berg. Die Kamera habe ich überall brav mitgenommen. Gerne hätte ich dir ein paar Fotos von der Salzburger Bergwelt gezeigt. Doch leider habe ich vor einem Kundentermin versehentlich die komplette Karte formatiert. Das ist echt, echt ärgerlich. Aber selbst schuld. Mit Fotos von 2019 schaut es daher nicht so gut aus. Aber ich denke, es darf auch das eine oder andere ältere Foto sein.

So und jetzt zu den Kategorien der diesjährigen FopaNet-Fotoparade. Die sechs Kategorien sind heuer sechs Pärchen:

  • “Stadtbild” oder “Landschaft”?
  • “Tier” oder “Pflanze”?
  • “Berge” oder “Meer”?
  • “Fremdländisch” oder “einheimisch”?
  • “Sonnenaufgang” oder “Sonnenuntergang”?
  • “Schwarz-Weiß” oder “bunt”?

Und ich soll mich jeweils für eines entscheiden?!?? Na schau’n wir mal, wie gut mir das gelingt.

 

Stadtbild oder Landschaft

Da fängt es schon an: Als Naturfreundin bevorzuge ich natürlich Landschaften. Dennoch liebe ich auch Städtereisen.

Städte fotografieren macht mir sogar fast mehr Spaß, als Landschaftsfotografie. Wenn ich z. B. an unsere Barcelona-Reise denke – da gab es so viele interessante Motive. Das war für mich wesentlich spannender als Landschaftsfotografie.

Und ich hab tatsächlich ein Städtefoto von heuer.

Porec, Kroatien

Zu Beginn unserer Kroatienreise hat es mit dem Wetter noch gepasst. Und das alte Städtchen Porec präsentierte sich vor strahlend blauem Himmel. Wir machten einen Stadtbummel durch die alten Gässchen und genossen die sonnigen Stunden am Meer.

Landschaften mag ich natürlich. Nur die Begeisterung für die Landschaftsfotografie fehlt mir. Tier- und Makrofotografie finde ich wesentlich spannender – da tut sich einfach mehr. Viele meiner Landschaftsfotos sind daher eher nur zu Dokumentationszwecken. Und Panoramas mache ich prinzipiell mit dem Handy – das geht schnell und ich spare mir die Bearbeitung am Computer.

Namib nach dem Regen
Um dieses Foto mit meiner Nikon zu machen, hätte ich das Stativ aufstellen und entsprechend viele Fotos machen müssen. Zuhause hätte dann noch das Zusammenrechnen der Bilder auf mich gewartet. Und dann hätte ich vielleicht noch festgestellt, das das Foto doch nicht so geworden ist, wie ich es mir vorgestellt habe. So habe ich auf meinem Handy das Panorama-Format eingestellt und einfach fotografiert. Für einen Blogbeitrag vollkommen ausreichend 😛

 

Tier oder Pflanze

Beides mag ich. Fotografisch hat jedes seine Vorteile: Tierfotos sind normalerweise spannender, aber erfahrungsgemäß dauert die Bearbeitung bzw. die Auswahl der besten Fotos meistens um einiges länger als bei Pflanzenfotos. Bei den Pflanzen wiederum ist das Fotografieren normalerweise stressfreier, weil sie – wenn es nicht gerade stürmt – stillhalten.

Heuer feierte unser Garten seinen 4jährigen „Geburtstag“. Unser Plan, einen Naturgarten mit vielen Fotomotiven zu schaffen, wird schön langsam war. Das hat für mich den wesentlichen Vorteil, dass ich meine Pausen im Garten beim Fotografieren verbringen kann.

Tulpenpracht
Am liebsten mag ich unseren Garten im Frühling. Wenn das Grün noch ganz frisch ist. Und wenn die Tulpen viele Farbtupfer in die Landschaft setzen. Mittlerweile habe ich bestimmt schon mehr als 400 Zwiebel eingesetzt. Bunt gemischt – gerade so, wie es sich ergeben hat. Und jedes Jahr bin ich wieder begeistert und überrascht, wie groß die Vielfalt bei den hübschen Frühlingsboten sind.

 

Tier-Fotografie – das ist nicht erst seit unserer Safari nach Südafrika mein Lieblingsthema beim Fotografieren. Und auch da findet sich bei uns im Garten das eine oder andere Motiv.

unsere Enten am Gartenteich
Das Entenpärchen kommt uns jedes Jahr im Frühling besuchen. Auch heuer haben sie sich wieder an unserem Gartenteich getroffen.
Reh im Naturgarten
Das Reh kommt uns ebenfalls zur schönsten Zeit im Garten besuchen – es steht voll auf Mohnblumen-Knospen. Dafür springt es sogar über den Zaun und zwinkert in die Kamera.
Eisvogel im Naturgarten
Der Eisvogel war heuer ein echter Überraschungsgast in unserem Garten. Es war ein echter Zufall, dass ich ihn während einer Denkpause im Garten gesehen habe. Und er so lange sitzen blieb, bis ich ein – nicht ganz perfektes – Foto von ihm hatte.

Doch so schön es ist, so viel Natur vor der Haustür zu haben, mit der Tierwelt in Namibia kann unser Garten nicht mithalten. Mehr als 11.000 Fotos habe ich letztes Jahr während unserer Rundreise gemacht. Und ich bin noch immer beim Aussortieren und Bearbeiten. Na immerhin hat es heuer schon ein kurzer Reise-Überblick auf meinem Blog geschafft.

Löwe in Africat
Für diesen Löwen haben sich meine Facebook-Fans in einer Umfrage entschieden. Danke fürs Abstimmen. 

 

Berge oder Meer

Mag ich – beides! Obwohl Berge echt anstrengend sein können. Vor allem mit der Fotoausrüstung. Das haben wir heuer bei einem Fotoworkshop auf der Tauplitzalm erlebt. Und wenn du dann einmal oben stehst und die Aussicht genießen kannst, die der anstrengende Aufstieg bald vergessen. Zumindest bis zum nicht weniger mühsamen Abstieg.

Ausblick vom Traweng
Der Ausblick vom Traweng war echt traumhaft. Der Auf- und Abstieg nicht ganz so 😕

Die längste Zeit am Meer habe ich während unserer Kreuzfahrt auf Galapagos verbracht. Es war einfach einzigartig. Heuer haben wir Meerluft bei unserem Kurzurlaub in Kroatien geschnuppert. Für die wirklich beeindruckenden Meerfotos waren wir nicht lange genug da. Ein bisschen Meeresstimmung habe ich trotzdem für dich.

 

Fremdländisch oder einheimisch

Ich weiß nicht – was meinst du?

Zebra
Dieses Zebra ist nur eines von sehr vielen, die wir bei unserer Namibia-Rundreise getroffen haben. Ich finde die gestreiften „Pferde“ einfach faszinierend. In Phinda haben wir die hübschen Tiere zwar auch vereinzelt gesehen. Doch in Namibia konnten wir richtig viele auf einem Haufen beobachten. Da kann dir echt schwindelig werden bei so vielen Streifen. Aber das ist ja auch Sinn und Zweck der individuellen Muster.
Konik-Pferd in Marchegg
Das Konik-Pferd mit der Bad-Hair-Day Frisur habe ich bei einem Spaziergang beim Schloss Marchegg im Marchfeld fotografiert. Im Rahmen eines WWF-Projektes leben die Pferde in einen großen Wildgehege im Nationalpark Donau-Auen. Und wenn du da unterwegs bist, kann es schon einmal passieren, dass die Pferde auf einmal vor dir stehen, an deinem Fotorucksack ziehen …

 

Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang

Eigentlich Sonnenaufgang. Aber den erlebe ich so selten, weil um 4:00 Uhr aufstehen eine echte Überwindung ist. Meistens schaffe ich das nur bei einem Fotoworkshop. Da ist es der Gruppenzwang, der mich daran hindert, mich beim Wecker läuten noch einmal umzudrehen und weiter zu schlafen.

Und obwohl wir so früh aufgestanden sind, haben wir den Sonnenaufgang am Traweng nicht wirklich gesehen. Aber die Morgenstimmung in den Bergen ist auch traumhaft.

Ausblick vom Traweng
Ausblick vom Traweng

Sonnenuntergang ist vieeel einfacher. Unglaubliche Sonnenuntergänge haben wir in Namibia erlebt. Wobei der nach dem Regen in Swakopmund wahrscheinlich am beeindruckendsten war. Ich bin schon mal gespannt, welcher dir am besten gefällt.

Swakopmund, nach dem Regen
Zwei Mal Sonnenuntergang in Swakopmund nach dem Regen – direkt von der Hotelterrasse fotografiert. Diese Landschaftsfotos fotografiere ich übrigens sehr wohl mit meiner Nikon. Die Farben kann das Handy einfach nicht. 😉

Sonnenuntergang Swakopmund

Sonnenuntergang am Chobe-River
Der Sonnenuntergang am Chobe-River mit der Nilpferd-Familie im Vordergrund war auch sehr schön.

 

Schwarz-Weiß oder bunt?

Hmm, ich kann mich wieder einmal nicht entscheiden. Die schwarz-weißen Kingfisher haben wir bei einer Bootsfahrt am Chobe-River fotografiert. Ich mag die eleganten Eisvögel besonders gerne.

Graufischer / Pied Kingfisher
Graufischer / Pied Kingfisher oder heimischer Eisvogel?

Eisvogel

Aber den Eisvogel im bunten Federkleid, den es auch bei uns im Nationalpark gibt, den mag ich auch sehr. Wie ein kleiner Edelstein huscht er durch die Landschaft. Wobei er da wesentlich schwieriger zu fotografieren ist, als die Eisvögel in Botswana.

 

Mein schönstes Foto

Libellen im Flug fotografieren ist ja generell eine Herausforderung. Die große Königslibelle auf ein Foto zu bekommen, ist noch eine Steigerungsstufe. Königslibellen dulden keine Konkurrenz in ihrem Revier. Und jedes Jahr haben wir eine Königslibelle die ihren Platz an unserem Gartenteich hartnäckig verteidigt. Dazu fliegt sie nahezu ununterbrochen über den Teich und verjagt jeden Eindringling. Zeit zum Ausruhen nimmt sie sich kaum. Und sie ist echt schnell unterwegs. Daher liegen schon viele, vergebliche Versuche ein Flugfoto von dieser hübschen Libelle zu machen, hinter mir.

Königslibelle im Flug

Doch heuer hatte ich Glück. Ich konnte beobachten, dass sie auf der Suche nach einem passenden Platz zur Eiablage war. Da sind die königlichen Blitzflieger dann doch etwas langsamer unterwegs. Und auf einmal klappte es auch mit dem Foto.

 

Eine Kategorie habe ich noch. Denn ohne Gottesanbeterin geht es auch bei dieser FopaNet Fotoparade nicht.

Gottesanbeterin schwarz / weiß
Eigentlich würden die Fotos auch gut in die Kategorie schwarz / weiß oder bunt passen. Das „gefährliche“ Aussehen der Gottesanbeterin wird in schwarz / weiß noch unterstrichen. Das bunte Foto zeigt dir, wie anpassungsfähig die kleinen Alien-Insekten sind. Getarnte Gottesanbeterin

 

So, das war dann mein Beitrag zur FopaNet-Fotoparade 2019. Mein Beitrag ist wieder nur einer von vielen. Ein paar konnte ich schon lesen und darum habe ich auch wieder einige Empfehlungen für dich:

  • Eine vielseitige Auswahl findest du bei Steffi.
  • Kathrin und Kristin nehmen dich mit nach Westkanada.
  • Vielleicht magst du lieber einen Ausflug nach Deutschland machen?
  • Auf eine kleine Weltreise mit traumhaften Fotos kannst du Jenny begleiten.
  • Asien, Andalusien, Südamerika – Sabi nimmt dich mit.
  • Sehnsucht nach dem Norden bekommst du bei den wunderschönen Fotos von Cornelia.
  • Hast du nach Westkanada jetzt auch Lust auf Ostkanada? Dann schau bei Sanne vorbei.
  • Hoher Norden oder Kanaren – bei den Fotonomaden findest du beides.
  • Saskia macht mit dir eine USA-Rundreise.
  • Mit Silke und Markus geht der USA Roadtrip gleich weiter.
  • Faszinierende Landschaftsfotos aus Argentinien zeigt dir Julia

Zum Schluss bleibt mir noch das Dankeschön für Michael: Vielen Dank, dass du diese schöne Idee wieder fortgesetzt hast und damit so viele schöne Fotos ins Netz bringst.

Und jetzt bin ich schon gespannt, wie dir meine Auswahl gefällt.

 

5 Responses

  1. Tanja
    | Antworten

    Wow! Das muss ja ein wunderschöner Garten sein! Ein Traum, dass Rehe und Eisvögel bei euch vorbeischauen. Man muss nicht immer weit verreisen, um schöne Tiermotive vor der Kamera zu haben 😉
    Viele Grüße,
    Tanja

  2. Miuh
    | Antworten

    Wow, wer alles zu Dir im Garten zu Besuch kommt! – Da habe ich dann beim Löwen ganz genau nachgeschaut, ob der nicht auch ein Gartenbesucher ist… 😉 Ein ganz besonderes Foto ist dasjenige der Libelle. Gerade, weil ich diese schnellen Flieger auch gerne fotografiere (meistens aber an Ort und Stelle) weiss ich, wie schnell und schwierig sie sind! Liebe Grüsse, Miuh

    • naturfreundin
      | Antworten

      Liebe Miuh,

      vielen Dank für dein Feedback. Ich bin auch immer wieder erstaunt, was sich da so in unserem Garten rumtreibt. Ich hätte auch nichts gegen einen Löwen ;-). Bei der Libellenfotografie gehört sicher auch ein kleines bisschen Glück dazu und vor allem Geduld. Das kriegst du auch noch hin.

      Liebe Grüße,
      Andrea

  3. Heike
    | Antworten

    Hallo liene Frohnatur Andrea,
    über Michaels Fotoparade bin ich auf deinen Blog aufmerksam geworden. Wahnsinn, vom Reh im Garten bis zum Löwen in Namibia ist alles dabei. Super Profi-Fotos, mich beruhigt, dass du ab und zu das Smartphone benutzt…, das mache ich nämlich bei meinen Städtereisen immer so.
    Herzliche Grüße
    Heike

    • naturfreundin
      | Antworten

      Liebe Heike,

      schön, dass du auf meinen Blog gekommen bist. Das ist das Geniale an Michaels Fotoparade. Ich finde dein Konzept jeden Tag 5 Blogs zu lesen perfekt. Ich glaub, ich hab es noch nie geschafft, alle Beiträge zu lesen.
      Danke für dein Feedback zu meinen Fotos. Fotos mit dem Handy können auch schön sein – sieht man am besten bei deinen Fotos ;-).

      Liebe Grüße, Andrea

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Darf ich dir ab und zu einen Naturgruß schicken? Melde dich für den naturpostillon an.